Zirndorf (pr) – Das Berufsbildungswerk (BBW) des Bezirks Mittelfranken ist eine Einrichtung für junge Menschen mit Förderbedarf in den Bereichen Hören, Sprache und Lernen. In top ausgestatteten Werkstätten in Nürnberg und Ansbach bietet man bis zu 250 Azubis eine unterstützte Ausbildung in gut 30 Berufen an – u.a. im Schreinerhandwerk als „Fachpraktiker/innen für Holzverarbeitung“. Als Dank für diese soziale Nachwuchsarbeit verbanden die Dienstleistungsfirma Schachermeyer in Erlangen und die Schreiner-Innung Mittelfranken-Mitte ihre Gesellenstück-Ausstellung im Sommer mit einer Spendenaktion. Ergebnis: 657,93 Euro für das BBW.
Schachermeyer hatte als Gastgeber der Schau, in der über 70 Lehrlinge ihre Werke zeigten, neben einer Halle auch Snacks und Getränke bereitgestellt, für die gut 350 Besucher gerne einen freiwilligen Obolus entrichteten. Im Rahmen der Lehrlingsfreisprechung der Innung in Zirndorf überreichten Niederlassungsleiter Sebastian Rüffer und Innendienst-Leiterin Antje Homann nun mit Schreiner-Obermeister Claus Fleischmann einen Spendenscheck an Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster als Repräsentant des BBW-Trägers und an Maja Rosenbaum, Vorsitzende des Fördervereins des BBW.
Dafür erhielten die Handwerker vom Publikum in der voll besetzten Paul-Metz-Halle Applaus – und von den Verantwortlichen viel Lob. Als „Menschen, die an uns glauben“, würdigte Rosenbaum die Spender für ihre gute Tat. Mit Beträgen wie diesen würden z.B. Darlehen an bedürftige Kursteilnehmer, Projekte wie ein Gewerbecafé für Gehörlose oder ein Jugend-Filmfestival finanziert. Sie unterstrich das mit dem Satz: „Helfen ist keine Einbahnstraße!“
Peter Daniel Forster stammt selbst aus einer Handwerkerfamilie – ein Opa war Schreiner, der andere Glaser. Der CSU-Politiker dankte für die Unterstützung der breit gefächerten berufsvorbereitenden Arbeit des BBW, die teils eine „Rundum-Betreuung“ für Jugendliche umfasse. In Nürnberg bietet man 110 Wohnplätze an, damit die Wege zur Ausbildung und in die Schule kurz bleiben. Rund 160 Betreuer mit ganz unterschiedlichen Berufen und Aufgaben sind im Umfeld tätig. In acht Berufssparten – von Metall bis Gartenbau – werde dafür gesorgt, dass jeder Jugendliche nach seinen Bedürfnissen gefördert werde keiner „liegenbleibe“. Anerkennung zollte Forster den Handwerksbetrieben, die regelmäßig Praktika für die BBW-Teilnehmer zur Verfügung stellen.
www.schreinerinnung-mittelfranken-mitte.de
(Autor: Alexander Scheer, )